Google bestraft Linkverkäufer mit Liebesentzug

thomas am 25.10.2007 in Die untere Schublade

Seit gestern bestraft Google viele prominente Seiten, nicht nur in Deutschland, mit einem ordentlichen PageRank-Abzug. Seiten wie golem.de (PR 6 auf 4), Heise Telepolis, die Zeit, aber auch Größen wie die Washington Post (PR8 auf 5) mussten eine Kürzung des lustigen grünen Balkens hinnehmen.

Die Aktion wird in vielen Blogs teils kontrovers diskutiert, mein Eindruck: Nur noch zum kleinen Teil positiv, immer mehr kritische Stimmen werden laut. Warum? Wieso ist der Inhalt einer Seite, wie zum Beispiel golem, weniger wertvoll für Suchende wenn bezahlte Links gesetzt sind? Ändert sich dadurch die inhaltliche Relevanz?

Die ganze, wohlgemerkt von Google initiierte, Diskussion über Paid Links hindert den Marktführer nicht, selbst daran zu verdienen. Eine Suche bei Google nach “Paid Links” zeigt auch Anzeigen von Unternehmen, dessen einziges Geschäftsmodell der Verkauf von bezahlten Links ist:

Paid Links Ads bei Google

Beim SEO-Marketing Blog gibt es schon die ersten Mustertexte für Disclaimer, zum Schreien gut:

themenrelevante Links rechte Spalte - alle thematisch verwandten Links in meiner Sidebar sind freiwillig gesetzt & es werden keinerlei Einnahmen daraus erzielt. Es sind Links auf emfehlenswerte Webseiten von eigenen Projekten, Arbeits-Kollegen oder gleichgesinnten Bloggern. Manche nennen es auch Blogroll …
Großer Google-Gott, bitte schenk mir Dein Vertrauen, denn ich lebe ausschließlich von Adsense, nicht von eigenem Linkverkauf

Das gilt natürlich auch für die Blogroll von Esrockt.com: Die Links sind freiwillig gesetzt, es fliesst kein Geld, nur Linklove ;-)

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